Kreativität ist in meinem Leben aktuell der Dreh- und Angelpunkt. Natürlich war es schon immer wichtig für mich, mich kreativ ausleben zu können wenn ich es wollte, allerdings bin ich aktuell in einer Situation in der ich es muss. Und unter Druck kreativ zu sein schaffe ich nur bedingt, da mir meistens die besten Einfälle in den Kopf schießen wenn ich grade etwas komplett anderes tue. Kennt ihr das?

Ob in der Bahn auf dem Weg in die Agentur oder unter der Dusche, beim Essen mit Freunden oder vor dem Fernseher. Wenn ich etwas tue, was nichts mit meinen kreativen Arbeiten zu tun hat, komme ich auf die besten Ideen. Das passt nur leider überhaupt nicht mit Zeitdruck zusammen, weshalb ich mich dem Slow Blogging Movement angeschlossen habe.Slow Blogging Movement Kreativitaet Renegade PersonalAktuell befinde ich mich in drei, sehr wichtigen Rollen die kreative Ideen von mir verlangen. Mein Praktikum als Grafikerin einer Werbeagentur lehrt mich zwar vieles und inspiriert mich, aber fordert auch einiges. Dazu kommt, dass ich aktuell an meiner Mappe für meine Uni Bewerbung sitze, was mir aktuell die größten Kopfschmerzen bereitet und mich auf eine Berg und Tal Fahrt schickt, von „Ja man ich schaff das“ zu „Ich bin die größte Niete, was bilde ich mir ein zu denken ich sei gut genug für diesen Studiengang“. Was das angeht, herrscht eine ziemliche Knotenlogik in meinem Kopf die sich aber ab & an spontan auflöst und Ideen auswirft. Weshalb Situationen, wie das panische Suchen nach einem Duden oder das 8 stündige Falten von Buchseiten, aufkommen.

Slow Blogging Movement Kreativitaet Renegade PersonalAber diese zwei Situationen sind nur für kurze Zeit. Ein andauerndes Verlangen nach Kreativität zeiht dieser Blog mit sich, dass ist es ja auch was ich daran so liebe. Allerdings bin ich keine Fashionbloggerin, weshalb ich nicht „einfach“ Outfitposts hochladen kann und damit meinen Content gesichert weiß. Natürlich ist mir bewusst wie viel Arbeit so ein Outfitpost macht, aber Fashionblogger haben mir gegenüber den Vorteil das sie 1.) wissen über was sie bloggen (das Outfit) und 2.) auch direkt wissen was für Bilder sie dem Post hinzufügen (Outfitfotos). Und da Outfitposts einen doch nicht allzu kleinen Prozentanteil des Contents eines Fashionblogs ausmachen, ist dieser Bereich eben gesichert. Als Lifestyleblogger fällt es mir etwas schwerer Themen zu finden über die ich schreiben möchte, die zum Blog und meiner Leserschaft passen und einen Mehrwert bringen. Wenn ich dann ein Thema habe brauch ich natürlich noch Fotos, was meistens noch eine größere Herausforderung ist. Da ich was Fotos angeht ziemlich perfektionistisch bin & mir selten etwas gefällt, besonders wenn ich auf den Bildern bin. Und ich möchte nicht das mein Blog zu einem Stressfaktor wird, schließlich tue ich das hier rein aus Leidenschaft und Spaß an der Sache.

Slow Blogging Movement Kreativitaet Renegade PersonalUnd so kam ich zu meiner Mittwochs-Sonntags-Regel. Anstelle mich zu zwingen 5 Tage die Woche Content zu bringen, einigte ich mich auf zwei Tage die in meinen Terminplan passen & mir Freiraum für Kreativität lassen. 5 oder gar 7 Tage die Woche Blogposts hochzuladen ist unglaublich viel Arbeit die kaum bewältigt werden kann wenn man eben kein Vollzeit Blogger ist. Da bei mir auch keine Firmen Schlange stehen um mit mir zusammen zu arbeiten und ich mit dem Bloggen kein Geld verdiene, ist die Vorstellung eines täglichen Beitrags einfach utopisch. Doch zu der Erkenntnis musste ich erst mal kommen, schließlich wollte ich doch am liebsten direkt ganz nach oben im Blogger-Business. Dabei half mir ein Blogbeitrag den ich in meinem letzten Post vorgestellt habe. Ich hatte vorher noch nie vom Slow Blogging Movement gehört aber es erschien mir von der ersten Sekunde an sehr logisch. Ich möchte Beiträge verfassen die einen Mehrwert haben und die zu mir passen. Und weil so viel Herzblut in jedem einzelnen Beitrag steckt, möchte ich nicht das er 24 Stunden später vom nächsten Beitrag abgelöst wird. Mit meinem Entschluss, 2x die Woche etwas zu posten, spreche ich mich für kreativen Content und gegen fast-blogging aus. Den gut Ding will Weile haben.