Der Titel bringt einige Verwirrung mit sich. Was hat Palmöl mit meinem liebsten Magazin zu tun? Was genau ist eigentlich Palmöl und wie komme ich auf einmal darauf?
Fangen wir vorne an. Mein liebstes Magazin ist The Fernweh Collective. Bereits in diesem Post konntet ihr eine Ausgabe davon im Hintergrund erkennen. Ich habe das Magazin in einem Instagram Feed einer Bekannten entdeckt und mir sofort beide Ausgaben bestellt. Zusätzlich zu zwei wunderschönen Drucken die jetzt meine Zimmerwand schmücken. The Fernweh Collective ist ein Reisemagazin welches sich allerdings ein Herz dafür genommen hat eine bessere Zukunft und Verständnis gegenüber der Natur und fremden Kulturen zu schaffen.
Zusätzlich gibt es im ganzen Magazin keine Werbung & die wohl schönsten Layouts die ihr je gesehen habt. Da schlägt mein Design Herz höher!oelpalme-palmoel-magazin-layout-renegade-fernweh

Und was hat das mit Palmöl zu tun?

Die zweiten Ausgabe von The Fernweh Collective thematisierte den Regenwald. Neben atemberaubenden Reiseberichten las ich dort aber auch von der großflächigen Zerstörung des Regenwalds. Wissen tun wir ja sicherlich alle davon, dass der Regenwald täglich abgeholzt wird aber so wirklich bildlich vor Augen hat es niemand. Und da kam dann dieser Artikel ins Spiel. Das Interview mit Katy Weaver über ihre Reise nach Borneo hat mich so ergriffen, dass ich über das Thema einfach schreiben musste. Palmöl ist das meist produzierte Pflanzenöl weltweit (66 Millionen Tonnen pro Jahr) welches sich aufgrund seines niedrigen Preises in jedem zweiten Supermarktprodukt wiederfindet – von Fertigpizza bis zu Kerzen. Fast die Hälfte des importieren Palmöls wird in der EU in Biosprit gepackt. Jaja so Bio ist das dann alles gar nicht mehr. Seit 2009 ist die Beimischung gesetzlich vorgegeben. Weltweit nehmen alle Palmöl Plantagen eine Fläche so groß wie Neuseeland ein. Quelle.

oelpalme-plantage-palmoel-magazin-fernweh-renegade-justin-guariglia Die große lüge hinter „Bio“

Neben dem Fakt das Biosprit dreimal so klimaschädlich ist wie Treibstoff aus Erdöl, rauben die Plantagen für die der Regenwald weichen muss, Tieren und Menschen ihren Lebensraum. Orang-Utans, Zwergelefanten und Sumatra-Tiger stehen am Rande der Ausrottung und auch Völker die seit Generationen im Wald leben werden gewaltsam von ihrem Land vertrieben. Da mittlerweile nicht mal mehr die normale Abholzung des Regenwalds genug ist, brennt man einfach nur Hektar große Stücke weg – was für große Mengen klimaschädliche Gase sorgt die in die Atmosphäre gelangen. Im Jahr 2015 übertraf Indonesien dadurch die USA bei der Produktion von Treibhausgasen. Quelle.

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Und was können wir tun?

Wir müssen den Druck auf die Politiker erhöhen. Kleine Entscheidungen im Alltag können schon viel bewirken:

  • Selber kochen. Selbst kochen heißt auch selbst entscheiden. Zudem stellt selbst gekochtes Essen Fertigprodukte immer in den Schatten. Benutzt zum Kochen und Backen europäische Öle wie Sonnenblumen-, Raps- oder Olivenöl.
  • Kleingedrucktes lesen. Hand hoch wer die Lebensmittelpackung umdreht und liest was in dem Zeug eigentlich drin ist, bevor er es kauft. Seit 2014 müssen Lebensmittel gekennzeichnet werden, wenn sie Palmöl enthalten. In Kosmetik-, Putz- und Waschmittel versteckt sich Palmöl aber oft hinter komplizierten, chemischenFachbegriffen. Hier fand ich eine gute Auflistung auf was man achten sollte.
  • Öffis statt Auto. Zug statt Flugzeug. Verkleinert euren CO2 Fußabdruck. Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen soll sogar noch gesund sein!
  • Wissen und Wissen weitergeben. Diesen Punkt erfülle ich hier mit. Ich wusste vorher nicht wie schädlich Palmöl für den Planeten ist aber nun habe ich mich informiert und teile mein Wissen mit euch.

Für noch mehr Informationen empfehle ich euch diese Seite von Regenwald.org.
Und das zauberhafte Magazin von The Fernweh Collective könnt ihr hier bestellen. Ich kann die dritte Ausgabe kaum abwarten!