Samstag 02.06 10:10Uhr, Flug TK 1587 landet am Frankfurter Flughafen. In jener Maschine, auf Platz 5E sitze ich. Der Rums der Landung schüttelte mich aus der Unterhaltung, die ich mit dem deutsch-türkischen Reiseführer neben mir führte. Ich bin wieder zuhause, nach einem Jahr.

Nach über einer Stunde, mit Backpack beladen kam ich in die Empfangshalle des Flughafen wo ich als aller erstes das Gesicht meiner Ma erblickte. Sie weinte und in mir baute sich diese warme Welle auf, die ich schon ziemlich lange nicht mehr gespürte hatte. Im zweiten Blick sah ich meinen kleinen Bruder und meine große Schwester.

Nach 11.000 Kilometern und 20 Stunden wieder zuhause

Da war es also, das Ende meines Abenteuers. Ein Jahr dahin, mit Geschichten die ich auf ewig behalten werde und Erinnerungen die unter die Haut gehen. Ich werde euch vorerst noch nichts über dieses Jahr berichten. In meinem Kopf herrscht aktuell ein großes Chaos, wie soll man bitte 318 Tage zusammen fassen? Aktuell steht ziemlich viel an, Job suchen, einleben, das beängstigende Thema Studium angehen und für Renegade habe ich auch einige Pläne.

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Im Moment genieße ich aber einfach diesen ganzen Alltags-Luxus. Ein eigenes Zimmer, ein eigenes Bad, heißes Wasser, ein voller Kühlschrank, Schwarzbrot. Die Liste ist endlos. Auch die ganzen Gesichter wieder zu sehen, Freunde, Verwandte, Nachbarn. Und überall um einen herum Personen Deutsch sprechen zu hören. Letzteres hat mich mehr verwirrt als ich erwartete.

Die letzten Tage meiner Reise

Mein Jahr endete in Jakarta, die Hauptstadt von Indonesien. Dort verbrachte ich eineinhalb Tage allein in einem recht hübschen Flughafenhotel. Die Stadt mied ich, viel Smog und zu viele Menschen die mich anstarrten. Ich merkte, es war Zeit nach Haus zu kommen. Aber es war gut, noch ein paar Stunden mit mir zu haben, um das Geschehene zu reflektieren und vor allem zu realisieren, was passiert. Zurück nach Hause gehen ist nicht so, wie es zu verlassen. Als ich Deutschland verließ, wusste ich sicher, ich komme zurück. Aber in Jakarta, auf dem Hotelbett mit meinem Flugticket in der Hand, wusste ich nicht ob ich jemals wieder dieses Land betrete. Natürlich habe ich es vor, aber wir kennen ja alle wie das Leben so spielt. Es ist ein endgültigerer Abschied, nicht nur von einem Land, sondern von einer Atmosphäre, einer Mentalität, mittlerweile eingefleischten Angewohnheiten (wie in jedem Hotel erst mal panisch nach der Klimaanlagen Fernbedienung zu suchen) und vor allem von meinem Reise-Ich.

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Farina ist also wieder im Lande und hat einiges vor. Was auch der Grund dafür ist, dass ich zweieinhalb Wochen mit dem veröffentlichen meines ersten Beitrages gewartet habe. Ich möchte in Renegade mehr Zeit und Arbeit investieren und vorrankommen. Nicht nur Studien vorbereitend sondern auch weil ich in dem Jahr gemerkt habe, dass einen Blog zu schreiben wirklich etwas ist, was mir am Herzen liegt und was mir als Hobby das aller liebste ist.

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Ich freue mich jetzt schon sehr auf alles was kommt und bin sehr gespannt wohin es mich führen wird. Natürlich hoffe ich auf euch dabei an meiner Seite. Cheers.