Die erste Reise meiner Semesterferien liegt schon hinter mir: 3 Tage in der Traumstadt Mailand, die sich während unseres Aufenthalts von ihrer allerbesten Seite zeigte und jede von uns definitiv noch lange begeistern wird. Da wir ein paar kleine Entdeckungen gemacht haben und ich meine Erlebnisse teilen möchte, gibt’s ein kleines Traveldiary.

Zu den Basic Daten: Wir flogen mit Eurowings vom Flughafen Köln/Bonn aus & das um sanfte 6:55Uhr. Somit klingelte der Wecker um halb 4, allerdings waren wir um 8Uhr morgens schon in Mailand gelandet und hatten den gesamten Tag noch vor uns. An Tag drei ging der Rückflug um 20:25Uhr, was uns wiederum nichts vom Tag klaute.

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Die Unterkunft

First things first: Ich buchte für uns drei Mädels ein kleines Apartment via Airbnb. Es war mein zweites Mal mit Airbnb und seit diesem Trip bin ich vollkommen überzeugt von dem Konzept. Wir schliefen im Setalana und glaubt mir, alle drei Mädels waren hell auf begeistert und wunderten herum, wie kleine Kinder als wir die Haustür aufschlossen. Man gelangte erst in einen kleinen Innenhof – den ihr auf dem Bild sehen könnt und dann von dort aus in unsere kleine Wohnung. Mailand ist zwar bekannt für seine Hinterhöfe, jedoch wurden die Bilder auf der Airbnb Seite dem Apartment so gar nicht gerecht und wir rechneten nicht mit so einer italienischen Schönheit. Das Apartment selbst war für unsere Ansprüche perfekt. Ein Bad mit ordentlicher Dusche, ein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer & eine kleine Küche. Das Bett war bequem und es war reichlich Platz für drei Mädchen und ihre Koffer. Die Lage war großartig, zwei Minuten vom Hauptbahnhof entfernt und Restaurants in Laufnähe. Da wir so früh ankamen, konnten wir unsere Koffer im Büro des Vermieters abstellen und uns umziehen, bevor wir die Stadt unsicher machten & später das Apartment bezogen. Gleichermaßen funktionierte es am Abreisetag unsere Koffer dort morgens zu bunkern und erst nach dem Abendessen für den Flug abzuholen. Absolute 10/10.

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The Italian Way

Den gesamten ersten Tag verbrachten wir damit, mehr oder weniger planlos durch die Stadt zu laufen. Wir hielten uns grob an die Himmelsrichtung, in der wir die Innenstadt erahnten, aber eigentlich trugen unsere Füße uns traditionell der Nase nach. Was für mich die beste Idee ist, mit der man einen Städtetrip beginnen kann. Sich zu orientieren und ganz ohne Druck einfach von einem Smoothieladen zur nächsten Eisdiele zu schlendern ist super entspannt und eine tolle Möglichkeit anzukommen. Wir entdeckten zahlreiche kleine Gassen und nutzen unser Tagesticket für die Straßenbahn lediglich für die Heimfahrt. Den zweiten Tag begannen wir mit einer besseren Investition. Für 4,50€ bekamen wir für 24 Stunden E-Bikes. In Mailand gibt es hunderte Stationen an denen diese Fahrräder abgeholt und geparkt werden können. Nie war eine mehr als ein paar Minuten zu Fuß entfernt & kaum hat man den Code, den man per SMS bekam, eingegeben bekommt man ein Fahrrad. Das war die allerbeste Idee der gesamten Reise. Mit dem Fahrrad konnten wir entspannt durch die kleinen Gassen fahren, um an unser Ziel zu kommen und sahen viel mehr als nur aus dem Fenster einer Straßenbahn. Ladet euch einfach die App BikeMi runter, bezahlt mit Kreditkarte und los gehts.

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Galleria Vittorio Emanuelle II

Eher zufällig standen wir dann an Tag 1 vor der wohl schönsten Einkaufspassage dieser Welt. Eigentlich suchten wir nur eine Bank, um entspannt unser Eis aufzuessen und dann waren wir auch schon da. Natürlich war es total voll, allerdings ist das spektakuläre ja die Decke und die Wände, weshalb man immer alles sieht, egal wie viele Menschen dort sind. Zum shoppen in den vorhandenen Läden fehlte uns leider das Kleingeld, zudem hätte ich mich auch in Chanel, Louis Vuitton, Prada & Co. recht unwohl gefühlt. Aber auch ohne die Läden ist dieser Ort einfach magisch und ich hatte in meinem Leben noch nichts Vergleichbares gesehen.

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Pizza e Pasta

Nachdem wir einige Kilometer zurückgelegt hatten, bezogen wir unser Apartment und kamen kurz zur Ruhe. Zum Abendbrot ging es in eines der naheliegenden Restaurants. Little Italy klang online ganz gut und da wir alle schwer müde waren, wollten wir auch lieber in einen ruhigen, kleinen Laden. Das Restaurant war wirklich klein, dafür aber gut besucht. Der Service war weit weg vom deutschen Standard aber absolut passabel. Die Pizza kam mit dickem Teig und üppigem Belag. Uns schmeckte es allen wirklich großartig, auch wenn man sich unter einer traditionell, italienischen Pizza etwas anderes vorstellt. Am zweiten Tag hielten wir an der Corso di Porta Ticinese. Eine großartige Straße mit schönen Läden und kleinen Restaurants und Cafés. Direkt an der Ecke zog ein Laden unsere Aufmerksamkeit auf sich & zwar aufgrund seines Namens & minimalistischen Designs. Farini hat neben großartiger Pizza auf die Hand auch leckere Salate und Smoothies. Absolut zu empfehlen. Die leckerste Pasta aß ich allerdings am letzten Tag kurz, bevor wir uns auf dem Weg zum Flughafen machten. In der Osteria Italiana konnten wir bequem draußen sitzen & die Spaghetti Pomodoro waren ein absolutes Gedicht. Exakt so wie man es sich vorstellt, da musste sogar ich mal ein verpöntes Food-Pic auf Instagram hochladen.

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Duomo Di Milano

Am Tag zwei stand für uns die Besteigung des Doms auf dem Plan. Ein absolutes Muss für alle Touristen in Mailand, weshalb wir etwas Angst vor dem Andrang hatten. Allerdings hatten wir (erneut) großes Glück, ob es an der Mittagshitze lag oder daran, dass es ein Dienstag war – wir mussten nicht anstehen. Die Tickets für den Treppenaufstieg waren schnell gekauft und fix waren wir auf der Terrasse. Der Ausblick auf die Stadt war atemberaubend und passend dazu spielte unten am Platz ein wirklich begabter Junge Geige. Es war der perfekte Moment. Somit kann ich euch nur empfehlen zur Mittagszeit den Dom zu besuchen. Da viele Geschäfte in Italien mittags eine Siesta einlegen, ziehen sich viele Touristen dann auch in die Hotels zurück.

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Milan Street Vibes

Ich kann es gar nicht genug sagen: die Straßen in Mailand sind einfach wunderschön. Dafür gibt es gar keine wirklichen Worte, man muss es einfach gesehen haben. Auf dem rechten Bild seht ihr die, oben schon erwähnte, Corso di Porta Ticinese und das mittelalterliche Stadttor von Mailand. Links eine Seitenstraße an dem Arco della Pace (wo dieses Bild entstand). An unserem letzten Abend in Mailand setzten wir uns in ein Restaurant an den Kanälen in Navigli. Hier treffen sich Touristen wie Mailänder gleichermaßen, um zu essen und zu trinken. Eine großartige Atmosphäre um den Abend ausklingen zu lassen.

 

Die Moral der Geschichte: Besucht alle ganz bald Mailand!